
Stephanie Sartison
Von Bambus und Tannenbäumen – Eine wahre Geschichte
Ein Buch über Orientierungslosigkeit und Wiederbeginn, über Fremde, die uns retten, und über die Frage, wie man lernt, sich selbst genug zu sein. Warm, klug, humorvoll und radikal menschlich.
Zusammenfassung
In der Ich‑Perspektive erzählt der Text von einer Frau, die sich in einer fremden Umgebung wiederfindet – körperlich geschwächt, emotional verunsichert und gezwungen, grundlegende Fragen nach Identität, Zugehörigkeit und Selbstwert neu zu stellen.
Ausgangspunkt der Erzählung ist eine existenzielle Ausnahmesituation, die in einem 24‑stündigen Irrlauf durch einen chinesischen Wald kulminiert. Von dort aus entfaltet sich eine Geschichte über Fremdsein, Kontrollverlust, innere Widerstände und den Versuch, sich selbst ernst zu nehmen – mit Schonungslosigkeit, Humor und Hoffnung.
Nach zwei heftigen Schicksalsschlägen reist die Erzählerin nach China – halb auf der Flucht vor sich selbst, halb auf der Suche nach einer neuen Version ihres Lebens.
Was als banaler Ausflug zu einem Bergsee beginnt, wird zu einer existenziellen Prüfung, als sie sich im dichten Bambuswald verirrt. Stundenlang wandert sie durch die fremde Landschaft und erst tief in der Nacht findet sie Licht – und mit ihm ein uraltes Ehepaar, das sie ohne ein gemeinsames Wort aufnimmt. Die beiden schenken ihr Tee, Suppe, Wärme und diese stille, bedingungslose Menschlichkeit, die sie nie erwartet hätte. In der Einfachheit dieser wortlosen Nacht erkennt sie plötzlich etwas, das ihr kein Arzt, keine Freunde und keine Liebe geben konnten: eine eigene innere Stimme. Eine, die nicht kämpft, nicht gefallen will, sondern einfach existiert.
Am nächsten Morgen macht sie sich verändert auf den Weg zurück – nicht nur ins Hotel, sondern in ein anderes Leben: mit einer neuen Haltung zu Verlust, zu Angst, zur Liebe und zu sich selbst.
